Herzlich willkommen auf der Internetseite der Anonym Glécksspiller a.s.b.l.
Für viele ist das Glücksspiel ein harmloses Freizeitvergnügen. Für andere wird daraus bitterer Ernst. Die vom Glücksspiel Abhängigen ruinieren sich und ihre Familien. Schätzungen zufolge könnten in Luxemburg etwa 4.500 Menschen glücksspielsüchtig sein. Statistiken existieren noch nicht, jedoch laut ausländischen Studien sind im deutschsprachigen Raum zwischen 0.8 und 1% der Bevölkerung glücksspielabhängig. Fachleute gehen davon aus, dass diese Zahlen auch auf Luxemburg zutreffen.
Haben Sie persönlich Schwierigkeiten im Umgang mit Glücksspielen oder sind Sie Angehörige(r), Lebenspartner(in), Freund(in) eines suchtgefährdeten Menschen und wissen nicht, wie Sie sich verhalten sollen?
Dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf oder informieren Sie sich über unser Beratungsangebot!
Aktuell:
Das Tagesseminar zum Thema Sucht und Beziehung wird am 04.02.2012 nachgeholt.
Hier noch einmal der Ausschreibungstext:
Süchtig ist man nie allein ...
… abstinent auch nicht!!!
Schon bei den Begriffen fängt die Diskussion an: Co-Abhängigkeit?!? Beziehungs-Sucht!?! Krankhafte Verstrickung ?!? Oder dsyfunktionale Partnerzentrierung!?!
Abseits der akademischen Dispute ist klar: Sucht verändert Beziehung – und so manche Sucht kann nur richtig gepflegt werden, wenn die Beziehung sich entsprechend ausrichtet. Das passiert entweder, weil Angehörige (Ehepartner, Kinder, Verwandte, Freunde, Kollegen ...) nicht wissen, wie sie das unangenehme Thema ansprechen sollen, weil sie die Abhängigkeit in ihrer ganzen Auswirkung selbst nicht wahrnehmen und/oder weil sie hoffen, das Problem “in den Griff“ zu bekommen. Dabei entwickeln sie in ihrem Willen zu helfen oft Verhaltensweisen, die vordergründig sinnvoll erscheinen, die aber im Endeffekt die Abhängigkeit unterstützen.
Am Ende ist wenig gewonnen, im Gegenteil sind die Angehörigen erschöpft, aufgerieben und brauchen vor lauter Helfen selbst Hilfe. Nicht selten kommt es bei ihnen zu burn-out, Depressionen und anderen Folgen.
Aber auch der Weg zurück ist nicht einfach. So wie die Suchtentwicklung eine Beziehung geprägt hat können die Beteiligten bei Abstinenz nicht einfach umschalten und nach den alten Regeln weiterleben oder so tun, als ob nichts geschehen wäre. Denn nicht nur Sucht verändert Beziehung ... Abstinenz auch! Letztendlich geht es darum, die Chance zu nutzen und die Beziehung der neuen Situation anzpassen, so dass alle Beteiligten langfristig von der Veränderung profitieren können.
Das Seminar soll über Erfahrungsaustausch, therapeutische Angebote und (humorvolle) Perspektivwechsel helfen, Akzeptanz für Bestehendes zu schaffen, positive Veränderungsmöglichkeiten zu finden und - wo möglich – die gemeinsamen Spielregeln zu ändern.
Workshopleitung: Dipl.-Psych. Peter KAGERER, Psychotherapeut, langjährige Tätigkeit als Bezugstherapeut in der Fachklinik Münchwies, Seminarleiter, Gruppentherapeut, derzeit Berater der Beratungstelle der Anonym Glécksspiller a.s.b.l.
Sprache: Deutsch
Veranstaltungsort: 1a, rue Christophe Plantin L-2339 Luxembourg
Ablauf: Beginn Samstag, den 04.02.2012 um 10.00 Uhr
Ende ca. 17.00 Uhr, Gemeinsames Mittagessen ca. 13:00 Uhr
Zielgruppe, Teilnahmebedingungen: Personen mit Suchtproblematik und deren Angehörige (einzeln oder gemeinsam)
Die Teilnehmerzahl ist auf 14 Personen begrenzt.
Anmeldung:
• per Email an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. bzw. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
• oder telefonisch: 26 78 28 58 (ama.lu a.s.b.l.)
• bzw. 26 48 00 38 (Anonym Glécksspiller)
Einschreibefrist: 01.Februar 2012
Unkostenbeteiligung: 50 €/Teilnehmer (Mittagessen und Kaffeepausen inklusive)


