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Spielsucht - FAQ's

Ihre Fragen an uns

Diese FAQ's (Frequently Asked Questions) sollen Ihnen Antworten auf ihre Fragen geben. Bei zusätzlichen hier nicht aufgeführten Fragen, zögern Sie bitte nicht uns anzusprechen.

Was genau versteht man unter Spielsucht?

Das sogenannte pathologische Spielen ist ein eigenständiges psychiatrisches Krankheitsbild, welches sich durch folgende Merkmale ausdrückt:

  • starkes Eingenommensein vom Glücksspiel
  • Drang nach immer höheren Einsätzen
  • erfolglose Kontroll- oder Abstinenzversuche
  • Unruhe und Gereiztheit durch Nicht-spielen-können
  • Entkommen von Problemen oder negativer Stimmung durch Spielen
  • Verluste wollen sofort wieder ausgeglichen werden (Chasing-Verhalten)
  • Belügen u. Betrügen von Familienmitgliedern und Anderen, um das Ausmaß des Spielens zu vertuschen
  • Finazieren des Spielens durch illegale Handlungen
  • Gefährdung oder Verlust von Beziehungen und/oder Arbeitsplatz durch das Spielen
  • der Spieler verlässt sich auf andere als 'Geldgeber'

Wie erkenne ich, ob ich spielsüchtig bin?

Es besteht die Möglichkeit ihr Spielverhalten mit Hilfe eines Spielerchecks auf diesen Seiten zu überprüfen.

Wer ist von Spielsucht betroffen?

Grundsätzlich ist keiner gegen Spielsucht immun. Die Zahl der Spielsüchtigen wird in Luxemburg auf ca. 4.500 u. in Deutschland auf ca. 150.000 geschätzt, und ist in den letzten Jahren stetig angestiegen. Die meisten Spielsüchtigen sind Männer.

Welche Spiele sind gefährlich?

Auf diese Frage läßt sich keine einheitliche Antwort geben. Die Mehrzahl der Spielsüchtigen sind Automatenspieler, die ihr Geld an Geldspielgeräten verlieren. Aber auch 'Fun-Games' (Automaten ohne Gewinnmöglichkeit) gewinnen immer stärker an Bedeutung. Neben den Automaten sind noch das klassische Glückspiel (Roulette, Black Jack), Rubbellose, Zubito, Lotto, Euromillions, ODDSET und Online-Spiele zu nennen.

Welche Chancen habe ich, von meiner Spielsucht geheilt zu werden?

Etwa 60% der Spieler(innen), die eine Therapie - sei dies stationär oder ambulant - beenden, sind auch ein Jahr nach ihrer Beendigung weiter abstinent. Es existieren aber noch keine Langzeitstudien.

Wie kann sich ein Spieler gegen weiteres Spielen schützen?

Der beste Schutz ist, sich beraten zu lassen oder eine Therapie zu beginnen. Als zusätzliche Maßnahmen für Spieler kommen in Frage:

  • sich in der Spielbank sperren lassen (siehe Formulare/Vordrucke)
  • sich Hausverbot erteilen lassen
  • die Kontogewalt abgeben (Kontoverfügung auf Partner(in) übertragen, EC-Karte abgeben)

Welche Hilfsmöglichkeiten gibt es?

Das Hilfsangebot für Spielsüchtige und ihre Angehörigen hat sich in den letzten Jahren enorm verbessert. Um das passende Behandlungsangebot herauszufinden, empfehlen wir ein Informationsgespräch in einer Beratungsstelle.

Was können Angehörige tun?

Die Entwicklung vom Spielen als Freizeitvergnügen hin zur Sucht findet oft schleichend statt. Angehörige sollten ihre Sorgen und Vermutungen ernst nehmen und dem Spieler auch kein Geld leihen. Es ist notwendig dem Spieler gegenüber konsequent zu sein und sich ggf. auch zu trennen. Angehörige sollten vom Spieler ein sichtbares Engagement verlangen, z. B. eine Beratungsstelle aufzusuchen.

Wenn mein(e) Partner(in) spielt, heißt das, dass sie/er mich nicht mehr liebt?

Das pathologische Spielen ist im Sinne einer Krankheit zu verstehen, die eine Eigendynamik entwickelt. Wenn der Partner/die Partnerin spielt, hat dies in erster Linie etwas mit ihm/ihr zu tun. Die Liebe zum Partner/zur Partnerin kann für sie oder ihn jedoch eine Motivation sein, sich behandeln zu lassen.